„Die Alte Welt nicht zur Neuen Welt machen“

Die Initiative Alte Welt - Kurz und bündig

In der Vergangenheit wurde die Alte Welt lediglich als ein Randgebiet der vier Landkreise Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Kusel und Kirchheimbolanden wahrgenommen. Seit Gründung der Initiative Alte Welt steht sie jedoch im Mittelpunkt des Interesses. Unter dem Motto Alte Welt im Aufbruch haben Landrätin Bettina Dickes (KH) und die Landräte Ralf Leßmeister (KL), Otto Rubly (KUS) und Rainer Guth (KIB) gemeinsam mit dem Protestantisches Dekanat an Alsenz und Lauter eine Initiative gestartet mit dem Ziel die Region der Alten Welt als Ganzes in den Blick zu nehmen und dadurch weiter voranzubringen. Eine scharfe Abgrenzung wird dabei bewusst vermieden. Basierend auf den Anfangsbuchstaben der vier Landkreise inklusive der Unterstützung der evangelischen Kirche, repräsentiert durch den Dekan Matthias Schwarz, hat sich innerhalb der Initiative das Label der 5 K-Initative etabliert. Nachfolgend werden die Ziele der Initiative in zusammenfassend in acht Must-have-Punkten erläutert.

Die Alte Welt-Initiative zielt darauf ab - über die Kooperation der 5K und über das Erkennen und Bewusstwerden der eigenen, regionalen Stärken - Impulse für eine positive demographische und wirtschaftliche Entwicklung für die ALTE WELT zu setzen und einen Beitrag zur Umkehr des negativen Trends zu leisten. Das Ziel einer demografisch und wirtschaftlich stabilen Region, verbunden mit hoher Lebensqualität für die hier lebenden Menschen, kann letztlich auch als allgemeingültige regionalentwicklerische Zielsetzung gesehen werden.

Die zentralen Ziele lassen sich den folgenden Musst-have-Punkten zusammenfassen:

1. Attraktive Orte schaffen - den Gebäude, Plätze und Ortsstraßen sind die „Visitenkarte“ der Region
2. Breitband-Ausstattung verbessern - schnelles und verlässliches Internet sind ein vorrangiger Standortfaktor für Unternehmen, sie ermöglichen Telearbeit, Home-Office, aber auch private Lebensqualität wird verbessert'
3. Mobilfunk-Abdeckung verbessern - flächendeckende Abdeckung in und zwischen den Orten
4. Verkehrsinfrastruktur in der Fläche sichern und Strecken-bezogen verbessern - keine Autobahn oder Schnellstraßen, aber gut ausgebaute und sichere Landes- und Kreisstraßen sowie Radwege wo der Bedarf besteht
5. Öffentliche Mobilität sichern über ergänzende Angebote - ein gutes Maß an Mobilität bereitstellen, auch für jene Menschen, die nicht am MIV teilnehmen können oder wollen, die wichtigsten Einrichtungen müssen erreichbar sein, was der „klassische“ ÖPNV hier nicht leisten kann, müssen ergänzende Angebote auffangen
6. Nahversorgung sichern - gut erreichbare Nahversorgungseinrichtungen bzw. mobile Versorger, die jeden Ort anfahren
7. Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sichern - qualitativ gut, orts-nah und/oder gut erreichbar
8. Gesundheitsversorgung sichern - gut erreichbare Arztpraxen (auch in der Fläche), ergänzt durch Angebote der Telemedizin
9. Kinder- und Jugendarbeit - Kinder und Jugendliche in das Leben vor Ort stärker integrieren, dadurch ihre Beziehung zur Heimat und ihre Bleibeorientierung steigern
10. Bürgerbeteiligung - Stärkung der Bürgerbeteiligung und Ausbau von Begegnungsmöglichkeiten

Weiterführende und detaillierte Informationen zu den einzelnen Zielpunkten und den damit einhergehenden Aufgabenbereichen finden Sie in dem Leitbild der Initiative Alte Welt. Dieses können Sie hier herunterladen.

Die Regional-Initiative Alte Welt ist ein „self-made“-Prozess, den die vier Landkreise gemeinsam mit der evangelischen Kirche als Initiative gestartet haben. Wir bewegen uns nicht in einem vorgegebenen Format sondern entwickeln die Initiative ständig dynamisch weiter - immer entlang unseren gemeinsamen Interessen, Bedarfen und Möglichkeiten. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung unserer organisato-rischen Aufstellung – denn wer viel gemeinsam bewegt braucht auch klare und effiziente Strukturen.

Im Fokus steht die Überschneidungs-region der vier Landkreise mit den Verbandsgemeinden
Lauterecken-Wolfstein,
Nordpfälzer Bergland,
Otterbach-Otterberg und Nahe-Glan.
Eine scharfe Abgrenzung soll es dabei aber ganz bewusst nicht geben. Ob „Alte Welt“ oder „Rund um die Alte Welt“ – entscheidend sind die gemeinsamen Themen und Heraus-forderungen unserer ländlichen Region an Lauter, Glan und Alsenz.

Die Arbeitsgruppen, die in den letzten Monaten schon viele gute Erfolge erarbeiten konnten, laufen weiter. Hier sind im Schwerpunkt die Mitarbeiter-Innen der Kreise, Verbandsgemeinden, der Kirche und weiterer Fach-institutionen aktiv.

Die Regional-Initiative soll auf Dauer aber keineswegs eine reine Verwaltungs-Initiative bleiben. In den nächsten Monaten sollen verstärkt Wege eröffnet werden, wie die einzelnen Gemeinden und auch die Bürgerinnen und Bürger selbst sich und ihre Ideen für die Alte Welt einbringen können. Dazu gehört auch die Einladung, sich in die nun gestartete Leitbildentwicklung einzu-bringen.